Pressemitteilung
An ihrer Zusammenkunft vom Samstag, 26. Juni in Bern, genau drei Monate vor dem Abstimmungstermin vom 26. September, beschlossen die Frauenorganisationen – die bereits den Mobilisierungstag vom 8. März organisiert und die 11. AHV-Revision bekämpft haben – alle Frauen aufzurufen, bei der Kampagne für den bezahlten Mutterschaftsurlaub mitzumachen und am schweizerischen Mobilisierungstag vom 2. September teilzunehmen.
Die Abstimmungsvorlage ist bescheiden und erfüllt die historischen Forderungen der Frauenbewegung bei Weitem nicht. Trotzdem stehen wir entschlossen dahinter, denn damit wird ein 59 Jahre alter Verfassungsauftrag erfüllt, der die Einführung eines Gesetzes über einen bezahlten Mutterschaftsurlaub fordert. Heute ist ein Grossteil der werdenden Mütter berufstätig. Ein bezahlter Mutterschaftsurlaub ist deshalb dringend notwendig, damit sich die zukünftigen Eltern unbelastet auf ihr Kind freuen können. Es ist der erste Schritt auf dem Weg zu einer familienfreundlichen Politik.
Voller Energie engagieren wir uns in dieser Kampagne! Denn trotz breiter Zustimmung ist der Sieg noch keineswegs gewiss! Die Einführung des Erwerbsersatzes bei Mutterschaft betrifft alle – unabhängig der Generation. Deshalb rufen wir alle Mamis, Papis, Grosis, Grosspapis, Frauen und Männer auf, am nationalen Mobilisierungstag vom kommenden 2. September mitzumachen.
Ziel dieses Tages ist, die Argumente für einen bezahlten Mutterschaftsurlaub einem möglichst breiten Publikum nahe zu bringen. Geplant sind dezentrale Aktionen an zahlreichen Orten. Auf dem Programm stehen Versammlungen, Kinderlachen, Ballonfliegen, Spital-„Besuche“, Spielprogramme auf Spielplätzen, in der Stadt, in den Universitäten, Kinderwagenrennen, Demonstrationen mit dicken Bäuchen, Diskussionen usw. ...
Nach den grossen Frauendemonstrationen vom 10. Dezember und 8. März und nach dem Sieg vom 16. Mai gegen die 11. AHV-Revision kämpfen wir nun gemeinsam dafür, dass die Schweiz endlich den Erwerbsersatz bei Mutterschaft einführt.
Für die Pressemitteilung, 1. Juli 2004
Michela Bovolenta, Lausanne (021 340 00 07 oder
079 647 72 83
Catherine Laubscher, Neuenburg (079 679 36 25)
Rahel Imobersteg, Bern (076 517 02 08)
Angela Zimmermann, Zürich (079 366 46 78)