Bern und Lausanne, Juli 2003
Liebe Kolleginnen
Die Altersvorsorge ist im Zentrum der parlamentarischen und politischen Diskussion.
Es geht um die 1. Revision des Gesetzes über die Berufliche Vorsorge, BVG
(Zweite Säule) und die 11. AHV-Revision. Für alle Erwerbstätigen
stellt sich klar heraus: Für weniger Rente muss länger gearbeitet
werden. Einmal mehr werden die Frauen durch die Massnahmen härter getroffen:
Das Rentenalter der Frauen soll erhöht, die Witwenrenten in Frage gestellt,
zudem durch die Herabsetzung des Koordinationsabzuges ihr Gehalt reduziert werden
usw. Weit entfernt von einer Besserstellung der Frauen in der Altersvorsorge.
Im Gegenteil, die bis anhin schlechte Situation der Frauen wird weiter und einschneidend
verschlechtert!
In der Tat müssen wir feststellen, dass sich bisher nur wenige Stimmen
gegen diese Massnahmen zur Wehr gesetzt haben. Das Recht der Frauen auf eine
würdige Altersvorsorge wird weiter aushöhlt und das Leben der Erwerbstätigen
und RentnerInnen gravierend beeinträchtigt. Die vorgesehene Erhöhung
des Frauenrentenalters war bisher kaum Gegenstand von Diskussionen.
Sind die Frauen gewillt, die ihnen verordnete Altersvorsorge so ohne weiteres
hinzunehmen, da bisher entsprechende Diskussionen und Reaktionen eher ausgebliebe
sind? Bis heute ist sie alles andere als komfortabel - und Jahr für Jahr
wird weiter an ihrer Altersvorsorge herum geschraubt. Wir denken nicht. Die
Frauen haben Grund zur Wut und diese muss gehört werden!
Mit unserer Wut und einer breiten Mobilisierung unter den Frauen wollen wir
für das Recht auf eine würdige Altersvorsorge der Frauen kämpfen.
Wir rufen auf zur Unterzeichnung des Manifests "Wir Frauen sind wütend.
Wir sollen länger arbeiten für weniger Rente? NEIN Danke!"
und laden alle Frauen ein:
Die Unterschriftensammlung für das Manifest dauert bis Ende August 2003. Danach wird das Manifest in der Presse veröffentlicht. Und die Unterzeichnenden werden zu einer Versammlung eingeladen, um gemeinsam über die bevorstehenden Mobilisierungen und Aktionen zu diskutieren (Grosskundgebung vom 20. September 2003, weitere Aktionen usw.). Es ist wichtig, dass die Unterzeichnenden uns ihre Kontaktmöglichkeit angeben, sei es Email- oder Postadresse. Damit wir alle für die Versammlung von Ende August 2003 einladen können!
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Vielen Dank für das Zurückschicken der Unterschriften und der Kontaktangaben. Bitte an folgende Adresse: femmes.retraites@bluemail.ch oder Manifest "Wir Frauen sind wütend" per Adresse: comedia, Zentrales Frauensekretariat, Postfach, 3001 Bern |
| Für weitere Auskünfte: | Michela Bovolenta, vom 12. bis 30. August 2003, 021 340 00 04 |
| Cécile Pasche, vom 14, bis 31 Juli: 031 390 66 20 oder 079 654 74 58 | |
| Therese Wüthrich, vom 4. bis 30. August 2003: 031 390 66 41, oder 031 390 66 11 |
Wir freuen uns über jede Unterschrift. Je zahlreicher die Unterschriften, um so grösser die gemeinsame Wut!
Mit freundlichen
Grüssen.
|
Michela Bovolenta |
Marianne Ebel | Cécile Pasche | Cécile Pasche |
| VPOD, Frauensekretärin | Frauenweltmarsch | comedia, Frauensekretärin | comedia,
Frauensekretärin/ AG AHV/Soz.Vers., Femco |
Weitere Informationen
finden Sie als pdf downloadbar: ![]()